FreilichtTHEATER im TEMPELE

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Im Weißen Rössl (2010)

roesslflyer

 

Singspiel von Ralph Benatzky in der Fassung „Bar jeder Vernunft"

Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist? Dieser Ohrwurm ist wohl das bekannteste Lied aus Ralph Benatzkys Operette „Im weißen Rössl".

Das Singspiel, 1930 in Berlin uraufgeführt, hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Rauschende Erfolge bei seiner Uraufführung in Berlin und am Broadway, Kinokassen sprengende Verfilmungen mit Peter Alexander oder Johannes Heesters und die Wiederauferstehung im Jahre 1994 in der schräg-modernen Version der Berliner „Bar jeder Vernunft". Im Niederstettener Tempele war eine Neubearbeitung des Rössls zu sehen. Sie lehnte sich an die originelle Kult-Inszenierung „Bar jeder Vernunft" an. Das Publikum sah ein außergewöhnliches Theater- und Musikerlebnis, das den Reiz einer professionellen Theaterinszenierung mit dem Charme einer Amateurbühne verband. Schon seit fast zwei Jahrzehnten begeistert das Niederstettener Freilichttheater mit dieser einzigartigen Kombination Kritik und Publikum.                

Bilder vom Stück
Fotos: Barbara Kurz
 
DAS STÜCK

80 Jahre nach ihrer Uraufführung zieht die deutsche Operette noch immer Tausende begeisterte Besucher in die Theaterhäuser. Dabei ist die Handlung recht überschaubar: Im Hotel „Zum weißen Rössl" am schönen Wolfgangsee ist Hochsaison. Das Personal ist völlig überfordert, Kellner Leopold tut sein Bestes, um die Gäste bei Laune zu halten. Sein Charme wirkt – unglücklicherweise jedoch nicht bei seiner Chefin Josepha Vogelhuber, deren Herz er zu gewinnen versucht. Sie wiederum schmachtet den Berliner Rechtsanwalt Dr. Otto Sieler an, einen langjährigen Stammgast, dessen bevorstehende Ankunft sie ersehnt. Sein Erscheinen ist dem Fabrikanten Wilhelm Giesecke allerdings ein Dorn im Auge, weil er gegen ihn einen Prozess verloren hat. Seinem Töchterchen Ottilie ist das jedoch schnurzegal: Sie ist unsterblich in Siedler verliebt und gibt seinem Werben nach...

DIE MUSIK

Das „Rössl" lebt und begeistert auch heute noch vor allem durch seine mitreißende, stimmungsvolle Musik. Neben der von Ralph Benatzky geschriebenen Titelmelodie „Im weißen Rössl am Wolfgangsee" wurden auch andere Lieder der Operette zu Welterfolgen, wie etwa „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist?", „Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein", „Es muss was Wunderbares sein" oder „Die ganze Welt ist himmelblau" von Robert Stolz. Musik und Gesangsnummern entstehen in Zusammenarbeit mit der Musikschule Hohenlohe.


DER REGISSEUR

Kopf des Ensembles ist Ulrich Schulz, professioneller Regisseur und Bühnenbildner, ein Detail verliebter Meister der starken, unvergesslichen Bilder. Schulz ist dem Niederstettener Freilichttheater seit dessen erster Stunde verbunden; 2002 führte er bei Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame" erstmals allein Regie in Niederstetten.


 DIE SCHAUSPIELER

Das Theater im Tempele lebt von den rund 100 bis unter die Haarspitzen motivierten Theaterbegeisterten, die sich seit gut einem halben Jahr mit ehrenamtlichem Einsatz und großer Begeisterung auf die Freilichtsaison vorbereiten. 30 von ihnen werden als Amateur-Schauspieler, voller unverbrauchter Spiel- und Sangesfreude, authentisch und unverkrampft, auf der Bühne zu sehen sein.